Umbrien in Potsdam: So schmeckt die Freundschaft

Glückliche Familie präsentiert hervorragende Kochkunst: Domenico Giacomino (Mitte) beweist, dass aus Städteparnterschaften weit mehr als nur eine oberflächliche Freundschaft werden kann. Foto: LHP / Isabell Sommer

Der „Italiener vom Weihnachtsmarkt“ hat jetzt ganzjährig ein Restaurant in Potsdam

Potsdam. Potsdams italienische Partnerstadt hat jetzt ein Bein in der brandenburgischen Landeshauptstadt. Der Gastronom und Koch Domenico Giacomino aus Perugia will künftig als Werbeträger seiner Heimatstadt an der Havel agieren.

Seit Anfang des Jahres hat er zusammen mit seiner Familie dauerhaft seinen Wohnsitz in Potsdam gewählt und wirbt damit auch für die ausgezeichnete Freundschaft zwischen den beiden Städten. Bis vor einigen Jahren hatte Giacomino in Perugia ein Restaurant. Im historischen Zentrum der Stadt, nahe der Kirche St. Ercolano, bot er in der „Locanda degli artisti“ seine Spezialitäten an. Da es die Familie immer wieder nach Potsdam zog, entschlossen sich die Giacominos schließlich, hier zu bleiben.

Mittlerweile hat Domenico Giacomino in der Charlottenstraße 22 sein neues Restaurant „Rosso Giacomino“ („Roter Giacomino“) eröffnet. Gemeinsam mit seiner Frau Cinzia, seinen beiden Töchtern und seinem Sohn sowie zwei weiteren Köchen betreibt er das Lokal. „Wir freuen uns auf unsere Gäste und möchten mit unserem Angebot einen Beitrag zur Städtepartnerschaft zwischen Potsdam und Perugia leisten“, sagt Giacomino.

Angeboten werden Köstlichkeiten „fatto a mano e in casa“, handgemachte umbrische Spezialitäten, die vor Ort hergestellt werden, wie „Antipasto Umbro“ oder „Pasta Norcina“ mit Salsiccia und Trüffelsauce. Umbrische Weine, beispielsweise aus der Cantina Lungarotti, bezieht der Gastronom direkt aus seiner Heimat. Auch der berühmte „Sagrantino di Montefalco“ steht auf der Weinkarte.

Auch die Käse- und Schinkenspezialitäten werden direkt aus Umbrien geliefert. „Wir machen alles selbst, auch das Brot und die Nudeln, und probieren immer wieder neue Kreationen aus“, betont der Küchenchef.

Domenico Giacomino ist in Potsdam kein Unbekannter. Seit Jahren war er auf dem Potsdamer Weihnachtsmarkt in der Brandenburger Straße mit einem Stand voller umbrischer Spezialitäten vertreten. Perugia ist eine von neun Partnerstädten der Landeshauptstadt. Die Städtepartnerschaft wurde offiziell 1990 unterzeichnet, erste Kontakte zwischen beiden Städten gab es jedoch schon in den achtziger Jahren.  red / sg

Brun: http://www.blickpunkt-brandenburg.de/nachrichten/archiv/artikel/54790/